Unser quierliger Roger Rabbit ist ein 3-jähriger kastrierter Dobermann-Rüde, der in seinem bisherigen Leben leider nicht viel Gutes erlebt hat. Durch eine stark isolierte Haltungsform hat er nur wenige Außenreize, Menschen oder andere Tiere kennenlernen dürfen, woraus eine starke Umweltunsicherheit resultiert. Seinen bisherigen Erfahrungen zum Trotz hat er aber seine fröhliche aufgeschlossene Art nicht verloren. Er ist sehr menschenbezogen und braucht eine souveräne, konsequente aber auch liebevolle Führung durch seinen Menschen.

Der junge Rüde arbeitet gerne mit seinem Menschen zusammen, wenn dieser ihn davon überzeugt spannender zu sein, als seine aufregende Umwelt und ihm die nötige Sicherheit vermittelt.

Roger Rabbit benötigt sowohl körperliche, als auch geistige Auslastung, wobei der Anspruch in kleinen Schritten gesteigert werden muss, da er schnell zu Überforderung und Reizüberflutung neigt. Generell ist er aber sehr lernwillig und spielbegeistert, jedoch aber auch jagdlich interessiert. Durch sein hohes Aktivitätslevel und die zwingende Notwendigkeit noch viel mit ihm zu Arbeiten würden wir ihn eher als Einzelhund sehen, jedoch können wir ihn uns auch mit einer souveränen ausgeglichenen Hündin vorstellen. Katzen und andere Kleintiere sollten lieber nicht im gemeinsamen Haushalt leben.

Wer sich dafür entscheidet Roger Rabbit ein neues Zuhause zu bieten, muss sich darauf einstellen einem Hund mit einer prägenden Vergangenheit zu begegnen. Daher benötigen seine neuen Besitzer ausreichend Hunde-, am liebsten Rasseerfahrung und genügend Zeit um ihm die Welt zu zeigen und ihm so die Angst vor seiner Umwelt zu nehmen.

Da Rabbit schnell mit Reizen überfordert ist sollten seinen neuen Besitzer lieber ländlich wohnen, jedoch ist enger Kontakt zu seinen Bezugspersonen für ihn zwingend notwendig (Wir vermitteln ihn nicht in Zwingerhaltung!!).

Update September 2018:

Neues von unserem Rabbit! Der agile Dobermann-Rüde ist mittlerweile 4 Jahre alt und ein echtes Powerpaket. In den letzten Monaten hat er tolle Fortschritte gemacht und viele Baustellen erfolgreich gemeistert. Er lässt sich für alles begeistern was mit Bewegung zu tun hat: Joggen, Carnicross, Fahrrad fahren, Schwimmen, Spielen, Wandern oder am Pferd mitlaufen – er ist bei allem mit dabei. Aber auch im Kopf muss und möchte er gefordert werden, ob Training auf dem Hundeplatz, Suchspiele oder Mantrailing in der Stadt, solange er in seiner Aufgabe einen Sinn sieht macht er leidenschaftlich mit. Traumhund oder? Und jetzt kommt das große ABER: Rabbit braucht sehr viel Führung & Sicherheit, denn sonst übernimmt er ganz schnell das Kommando und trifft eigene Entscheidungen. Und diese sind nicht immer angenehm, denn dazu gehört z.B. das Anpöbeln anderer Hunde an der Leine. Um seine Aufmerksamkeit zu gewinnen muss man sich schon merklich ins Zeug legen. Er braucht klare Regeln & Grenzen ergänzend zum richtigen Maß an körperlicher und geistiger Auslastung. Rabbit wird niemals ein Hund werden der sich mit kleinen Runden ums Quadrat mal eben so zufrieden gibt , dieser Hund will rassegerecht beschäftigt werden. Er möchte gerne Haus und Garten bewachen & kontrollieren, so dass es sehr wichtig ist als Mensch von Anfang an zu entscheiden ob er das darf & soll oder lieber nicht.

Er scheint als junger Hund nicht gut sozialisiert worden zu sein, so dass ihn stressige Situationen manchmal noch überfordern. Er hat durch uns mittlerweile sehr viel kennenlernen dürfen und macht das alles auch ganz toll. Außerdem hat er auch das kleine Hunde 1x1 weitestgehend verinnerlicht, doch neigt er schonmal dazu das gute Benehmen zu vergessen wenn die Ablenkung sehr groß ist. Hieran sollte im neuen Zuhause unbedingt weiter gearbeitet werden.